In letzter Zeit bekommen wir immer häufiger zu hören: Ist Glasfaser nicht nur eine weitere Übergangstechnologie – schließlich gibt es inzwischen leistungsfähiges Satelliteninternet?
Dazu können wir nur sagen: Ja, Satelliteninternet ist eine beeindruckende Technologie. Aber beide Technologien haben unterschiedliche Stärken und Einsatzgebiete.
Satelliteninternet kann vielen Menschen helfen. Vor allem dort, wo ein Glasfaser-Ausbau wirtschaftlich oder geografisch nur schwer realisierbar ist. Zum Beispiel auf abgelegenen Bauernhöfen, Berghütten oder in Regionen ohne leistungsfähige Festnetzinfrastruktur. Genau hier kann Satelliteninternet seine Stärken ausspielen.
Satelliteninternet und Glasfaser haben unterschiedliche Stärken
Das Ruhrgebiet ist da jedoch anders. Oder genauer: Wir sind nahezu das Gegenteil.
Hier bei uns leben auf engem Raum mehr als fünf Millionen Menschen. Hinzu kommen zahlreiche Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Rechenzentren und weitere digitale Infrastrukturen.
Und genau das stellt andere Anforderungen an ein Netz: Satellitenbasierte Systeme müssen ihre verfügbare Funk- und Satellitenkapazität innerhalb eines Versorgungsbereichs auf viele gleichzeitig aktive Nutzer verteilen. Je mehr Menschen gleichzeitig online sind und je größer die übertragenen Datenmengen werden, desto höher sind die Anforderungen an die verfügbare Netzkapazität.
Glasfaser funktioniert anders.
Bei einem FTTH-Glasfaser-Anschluss wird die Leitung bis ins Gebäude und schließlich bis in die einzelne Wohnung geführt. Dadurch stehen sehr hohe und gut planbare Kapazitäten zur Verfügung. Gleichzeitig lässt sich die Leistungsfähigkeit eines Glasfaser-Netzes langfristig weiter skalieren.
Ob Homeoffice, Videokonferenzen, Gaming, Streaming in 4K oder die digitale Vernetzung von Unternehmen: Gerade wenn viele Anwendungen gleichzeitig genutzt werden, spielt Glasfaser ihre Stärken aus.
Glasfaser bietet niedrige Latenzen und hohe Stabilität
Dazu kommt ein weiterer wichtiger Faktor: die Latenz.
Satellitensignale müssen einen zusätzlichen Übertragungsweg über Satelliten im All zurücklegen. Moderne Satellitensysteme in niedrigen Erdumlaufbahnen haben die Reaktionszeiten gegenüber früheren Satellitentechnologien zwar erheblich reduziert.
Eine terrestrische Glasfaser-Verbindung ermöglicht jedoch insbesondere in regionalen und lokalen Netzen sehr niedrige und gut kalkulierbare Latenzen sowie eine hohe Stabilität.
Eigenschaften, die für immer mehr Unternehmen, kritische Infrastrukturen und digitale Anwendungen eine wichtige Rolle spielen.
Deshalb sehen wir Satelliteninternet gar nicht grundsätzlich als Konkurrenz, sondern vielmehr als sinnvolle Ergänzung.
Wo dauerhaft kein Glasfaser-Anschluss verfügbar ist oder ein Ausfall kurzfristig überbrückt werden muss, kann Satelliteninternet eine gute Lösung sein – beispielsweise als Backup-Verbindung oder für schwer erschließbare Standorte.
Glasfaser als Grundlage für Unternehmen und digitale Infrastruktur
Für industrielle Anwendungen, Cloud-Services, Rechenzentrumsanbindungen, Echtzeitkommunikation oder Smart-City-Anwendungen sind hohe Kapazitäten, niedrige Latenzen und stabile Verbindungen entscheidende Faktoren.
Hinzu kommt ein wichtiger infrastruktureller Aspekt: Glasfaser-Netze bilden einen zentralen Bestandteil der digitalen Infrastruktur.
Sie versorgen nicht nur Privathaushalte, sondern verbinden auch Mobilfunkstandorte, Rechenzentren, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und weitere kritische Infrastrukturen.
Auch leistungsfähige Mobilfunknetze sind im Hintergrund auf entsprechende Festnetzanbindungen angewiesen. Je stärker die übertragenen Datenmengen wachsen, desto wichtiger wird deshalb eine leistungsfähige Glasfaser-Infrastruktur.
Warum FTTH im Ruhrgebiet langfristig wichtig bleibt
Für einen dicht besiedelten Ballungsraum wie das Ruhrgebiet bleibt FTTH-Glasfaser daher eine zentrale Infrastruktur für die digitale Zukunft.
Satelliteninternet kann dort sinnvoll ergänzen, wo eine leitungsgebundene Versorgung nicht oder nur schwer möglich ist. In Städten und Ballungsräumen bietet Glasfaser dagegen die Grundlage für hohe Kapazitäten, stabile Verbindungen und zukünftige digitale Anwendungen.
Eine leistungsfähige, regional verankerte digitale Infrastruktur ist eine Investition für die kommenden Jahrzehnte.
Und genau dafür bauen wir Glasfaser in Bochum bis in jede Wohnung.
Ihr Ansprechpartner: Bernd Lehwald
Ihr erster Ansprechpartner zu allen Pressethemen oder Medienanfragen der GLASFASER RUHR. Sprechen Sie mich gerne an. Ich freue mich auf Ihre Anfrage.


